Für Fenster- und Türhersteller: MyPortaNet bereichert das Wartungsgeschäft

Für Fenster- und Türhersteller: MyPortaNet bereichert das Wartungsgeschäft

Die Digitalisierung macht auch bei Fenstern, Türen und Toren nicht Halt. Mit digitalen Messsystemen können die beweglichen Bauteile in einem Gebäude in Echtzeit überwacht und auf einfache und wirkungsvolle Weise dokumentiert werden. Hersteller schaffen mithilfe von intelligenten Daten auf Kundenbedürfnisse abgestimmte Dienstleistungen im Wartungsgeschäft. Positiv wirken sich die generierten Echtzeitdaten auch auf interne Unternehmensbereiche wie das Qualitätsmanagement, die Prozessgestaltung, die Arbeitsvorbereitung und -planung sowie die Lagerbewirtschaftung aus; sofern man mit den Daten arbeitet und sie gewinnbringend einsetzt.

 

Industrie 4.0, IoT oder Smart-Building sind Schlagwörter der Digitalisierung. Sie finden auch bei Türen und Fenstern Einzug. Um langfristig einwandfrei funktionieren zu können, müssen die beweglichen Bauteile regelmässig gewartet werden. Doch: Was heisst «regelmässig»? Richtet sich dieses Attribut nach einer Frist oder nach der Nutzungshäufigkeit, die ein adäquates Wartungsintervall vorgeben können? Und: wie soll die Nutzung gemessen werden?

An «gescheiten» Bauteilen wie automatisierten und verkabelten Türen und Toren ist die Datenmessung der Nutzung über Betriebsstunden oder über Bewegungszyklen bereits heute möglich. Was passiert jedoch mit den restlichen 90 Prozent der Türen? Vom Beschlagslieferanten erhält der Türhersteller mit der Auslieferung eine Anzahl Bewegungszyklen garantiert. Diese nach EN12400 geprüften Bewegungszyklen sind in unterschiedliche Beanspruchungsklassen unterteilt und unter anderem auch abhängig von der Beanspruchung. Als Folge gibt der Türhersteller seinem Kunden eine Frist als Garantie weiter. Sobald es zur Frage nach Mangel oder Verschleiss kommt, steht der Hersteller alleine und ohne Nachweis da, was eine unbefriedigende Situation, darstellt. Gerade bei erhöhter Beanspruchung, Motorenschlössern oder verdecktliegend eingebauten Bändern kann die Situation schnell kostspielig werden. Was tun? Die Antwort heisst: Zyklen zählen und proaktiv überwachen. Die Firma PortaNet AG bietet dazu eine sehr einfache, digitale Methode an.

Das Zusammenspiel in der Cloud bringt innovative Möglichkeiten

Heute ist es möglich, manuelle Aussen- und Innentüren sowie Fenster auf einfache Weise aufzurüsten und mit Intelligenz auszustatten. Das geschieht in der Interaktion zwischen einer Cloud im Internet, mit einem kabellosen Funksensor sowie mit einem TAG, welche verdecktliegend am Bauteil angebracht werden. Dafür sind keine besonderen Profilbearbeitungen notwendig. Der Sensor findet im Falz Platz, egal ob die Türe oder das Fenster aus Leichtmetall, Stahl, Kunststoff oder Holz gefertigt ist.

Der spezielle TAG unterscheidet sich in seiner Bauart von den heute bekannten QR- oder Barcodes, welche meist als Kleber oder gedruckt angewendet werden. Er ist so gebaut, dass er auch nach einem Neuanstrich des Bauteils oder des Gerätes immer noch leicht gefunden wird. Er funktioniert zuverlässig als «digitaler Wegweiser» zum Informationsarchiv auf einem zentralen Server in der Cloud. Bauteile oder auch Geräte jeglicher Art lassen sich so zuverlässig digital dokumentieren. Der TAG kann vor Ort mit jedem Smartphone über eine eigene App aktiviert und benutzt werden. Mit dem persönlichen Login gelangt man direkt auf eine zentrale Datenbank. Dort kann der Türhersteller alle nur erdenklichen Arten von Informationen für den Kunden oder seinen eigenen Service hinterlegen. Nebst den spezifischen Produkte- und Leistungsbeschrieben (z. B. nach EN16034), Einbauzeichnungen, Hersteller- und Einbaudaten umfasst das digitale Archiv auch allgemeine Wartungsdokumente, Pflegehinweise, Garantiebestimmungen, Servicehefte oder auch Bild- und Videodateien für Revisionsarbeiten.

Die Mini-Sensoren messen in Echtzeit bei Fenstern und Türen Zustände wie Anzahl Tür- oder Fensteröffnungen, Offenstände, unerlaubte Nutzungen, Neigungen, Beschleunigungen, Erschütterungen usw. Aufgrund der Messdaten und der massgeschneiderten Parameter werden in der Folge automatisch Serviceaufträge, Alarmierungen oder Störungsmeldungen ausgelöst. Sie können ebenfalls per App auf dem Smartphone oder dem Computer empfangen werden.

Innovationskraft steigern, Wartungsverträge individuell gestalten

Bewegliche Bauteile wie Türen, Fenster oder Tore müssen jederzeit und zuverlässig funktionieren. Handelt es sich dabei um sicherheitsrelevante Abschlüsse wie zum Beispiel eine Brandschutztüre, kann der Eigentümer von Gesetzes wegen bei Gefährdung von Leib und Gut haftbar gemacht werden. Ein fachgerechter und regelmässiger Unterhalt gewährleistet deshalb die Funktionstüchtigkeit eines Objekts. Die Wartungsverträge können mit dem digitalen Ansatz individueller ausgestaltet werden – analog zur Automobilbranche. Sicher ist: Eine zu späte als auch zu frühe Wartung ist nicht optimal und kostet unnötig Geld. Deshalb helfen Echtzeitinformationen, die richtige Intervention am richtigen Ort zu veranlassen und damit Probleme zu lösen.
  • Genaue Nutzungsdaten sorgen dafür, dass Wartungsverträge individualisiert und Angebote ausgebaut werden können. Für das Festsetzen von Wartungsintervallen wird nicht mehr nur eine Zeitperiode, sondern auch die Anzahl Objektbewegungen wie das Schliessen und das Öffnen einer Türe herangezogen. Wartungsverträge, welche auf der Grundlage der Nutzung basieren, werden beim Kunden auf höheres Verständnis stossen. Sie sind plausibler und besser nachvollziehbar für Nicht-Baufachleute.
  • Bedürfnisorientierte Zusatzservices erhöhen die Innovationskraft eines Unternehmens sowie die Kundenbindung. Beispiele: Aufgrund der bekannten Gebrauchsdaten (Zyklen und Sorgfalt) könnten in Zukunft neuartige Kundenangebote gemacht werden. Zum Beispiel bezahlt der Kunde nicht für seine neuen Türen oder Tore, sondern für deren Funktion, was einer Art Leasing entspricht – ein Alleinstellungsmerkmal mit maximaler Kundenbindung für den Hersteller.
  • Durch die klare Dokumentation der Objekte lassen sich die Planungsaufgaben und die Arbeitsprozesse im Wartungsgeschäft optimieren und den Ressourceneinsatz verbessern (Ersatzteilbeschaffung, Lagerbewirtschaftung, Dienstleistungsservice, Administration).

Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, Erhöhung der Sicherheit

Die Beanspruchung von Personendurchgängen wird generell unterschätzt. Auch ist die gesetzliche Unterhaltspflicht von sicherheitsrelevanten Türen und Tore dem Eigentümer oftmals nicht ausreichend bewusst. Mit Hilfe von spezifischen Gebrauchsdaten kann das Bewusstsein bei Eigentümern zur Einhaltung ihrer gesetzlichen Unterhaltspflichten gesteigert werden. Gleichzeitig können Sicherheitsaspekte effizienter überwacht werden:
  • Offenstehende oder defekte Brandschutztüren werden gemeldet.
  • Folgeschäden (zum Beispiel durch eindringendes Regenwasser) lassen sich verhindern.
  • Grobe Erschütterungen, Sabotageakte und der unsachgemässe Gebrauch werden schnell erkannt.
  • Die Überwachung und Kontrolle von Gebäuden bezüglich offenstehender Türen und Fenster kann sehr effizient vom Büro aus erledigt werden.
  • Jede Sensormeldung wird mit einem Zeitstempel versehen. Durch den Stempel und das lückenlose Serviceheft kann die Wartung und die Nutzung im Bedarfsfall nachvollzogen und belegt werden.

 

Bessere Qualität garantiert zufriedene Kunden

Die erhobenen Messdaten helfen Fenster- und Türherstellern, ihre Prozesse besser zu gestalten, die Fenster- und Türen durch genaue Nutzungsdaten kontinuierlich zu verbessern und die Kernprozesse zu optimieren. Die Massnahmen wirken sich schlussendlich positiv aus auf die Qualität, die Lebensdauer der Objekte, den Ressourceneinsatz sowie die Innovationskraft des Unternehmens aus. Zudem helfen transparente Daten in der Interaktion mit Kunden. Fragen oder Garantiefälle können durch Transparenz effizienter gelöst werden.

Vorsprung durch Wissen für alle, die sich mit Fenstern und Türen befassen

Nicht nur Hersteller von Fenster und Türen zählen auf die Digitalisierung. Gebäudeplaner, Immobilienbesitzer, -verwaltungen und Facility Manager sind ebenfalls daran interessiert, Türen und Fenster sinnvoll einzusetzen, zu unterhalten und zu warten. Intelligente Daten ermöglichen auch für diese Anspruchsgruppen eine vorausschauende Planung, eine optimierte Gebäudenutzung (z. B. besseres Lüften), die Erhöhung der Gebäudesicherheit, das Einhalten von gesetzlichen Normen und die Weiterentwicklung von individualisierten Angeboten.

Fazit: Die intelligenten Daten sind ein Mehrwert für alle Unternehmen, die sich mit der Herstellung und Wartung von Fenstern und Türen beschäftigen. Intelligente Echtzeitdaten in der Cloud liefern den entscheidenden Wissensvorsprung, stärken die Innovationskraft, helfen, gesetzliche Vorgaben einzuhalten und erhöhen die Sicherheit und die Qualität.